Suchthilfeverbände haben sich zur Frage der Kooperation mit der Glücksspielindustrie positioniert

Hannover, den 16.März 2012 ♦ Verbände und Anbieter des Automatenspiels sind im letzten Jahr bundesweit offensiv auf Verbände, Träger und Einrichtungen der Suchthilfe zugegangen und haben auf verschiedene Weise um Kooperationen geworben. Diese Aktivitäten wurden in Verlautbarungen der Automatenindustrie offen mit Überlegungen verknüpft, wie weitergehende Regulierungen des Automatenspiels im Rahmen der Novellierung des Glücksspielstaatsvertrags und der Evaluierung der Spielverordnung durch freiwillige Maßnahmen zur Stärkung des Spielerschutzes möglichst verhindert werden können. Auf Initiative des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe haben die Verbände in der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen die Gefahr einer Vereinnahmung und Instrumentalisierung gesehen und sich gegen eine generelle Kooperation mit den Verbänden der Automatenindustrie ausgesprochen. Diese Haltung wurde und wird von der Deutschen Automatenindustrie als unzulässige Verweigerungshaltung bewertet. Sie hat sich im Dezember 2011 mit einem Schreiben an die Gesundheitsministerien mehrerer Bundesländer gewandt und angefragt, wie es zu rechtfertigen sei, dass sich die aus Steuermitteln geförderten Einrichtungen zumindest zu einem Teil ihrer Leistungsverpflichtung entzögen. Einige Verbände in der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) haben nun ihre Positionen in einem Positionspapier verdeutlicht, dass Sie hier herunterladen können.

35. BundesDrogenKongress 2012 in Bremen: Programm ist online!

Hannover, den 5.März 2012 ♦ Unter dem Motto »fdr+- update: Theorie und Praxis der Suchthilfe« lädt der fdr+ zum BundesDrogenKongress mach Bremen ein. Das Atlantic Hotel UNIVERSUM bietet einen energetisch aufgeladenen Landeplatz für Denker/-innen und Lenker/-innen in Sachen Sucht. Verbringen Sie zwei aussichtsreiche Tage, richten Sie ihren Blick in das Universum der Suchthilfe und betrachten Sie die Theorie und Praxis durch die unterschiedlichen Teleskope, die wir Ihnen zur Verfügung stellen!
Die Theorie finden Sie in den Seminaren des Kongresses am 14. Mai. Am 15. Mai hat die Praxis - also Sie - im „Open Space“ das Wort, denn wer über ein Update nachdenken w
ill, muss der kollektiven Intelligenz Freiraum verschaffen. Dazu vertrauen Sie sich unseren Spacemoderatoren/-innen an und erleben einen kreativen Raum und vielleicht sogar das Staunen über die Einsichten in das Raum-Zeit-Kontinuum ihrer Kollegen und Kolleginnen. Oder lernen Sie die Bremer Suchthilfe bei Thementouren am 16. Mai kennen. Mehr zu diesen Angeboten finden Sie im hier!


Kooperationsvereinbarung Sucht und Kindeswohl

Frankfurt/Oder, den 23. Februar 2012 ♦ Eigentlich muss es selbstverständlich sein, aber aus aktuellen Anlass weisen wir gerne noch einmal darauf hin, dass Kindeswohl ein Thema der Suchthilfe ist! Was die Kollegen/-innen aus Frankfurt/Oder begriffen haben, denn sie teilen uns mit: "Rechtzeitig zum Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes existiert ab dem 01. Februar 2012 in Frankfurt (Oder) eine Kooperationsvereinbarung Sucht und Kindeswohl. Jens Marcel Ullrich, der Beigeordnete des Dezernates für Soziales, Gesundheit, Schulen, Sport und Jugend unterzeichnete die Vereinbarung mit der Suchtberatungsstelle, die maßgeblich auf Initiative von Cornelia Scheplitz (Leiterin des allgemeinen sozialen Dienstes) und Stefan Hellert (Leiter der Suchtberatungsstelle) zustande gekommen ist. Die Vereinbarung enthält einen klar strukturierten Handlungsplan, der von der Risikoeinschätzung über feste Ansprechpartner und die zu tätigenden Schritte bei angenommener Kindeswohlgefährdung bis hin zu weiterführenden Hilfsmöglichkeiten eine feste Leitlinie bietet. Man will mit diesem praktischen Schritt auch zeigen, dass die Sicherung des Kindeswohls in Frankfurt (Oder) Priorität vor jeglichen institutionellen und auch privaten Belangen hat. Im ersten Quartal 2013 ist eine Evaluation der Vereinbarung vorgesehen. Die Kooperationsvereinbarung Sucht und Kindeswohl wird in Kürze auf der website der Suchtberatungsstelle unter www.suchtberatungffo.de einzusehen sein."
Bitte prüfern Sie, ob eine derartige Vereinbarung auch für Ihre Einrichtung existiert! Fakten, Vorschläge und Hintegründe lesen Sie in Positionspapier "Drogen - Schwangerschaft - Kind" des fdr vom 16.09.2009.Und zwar hier:


Dokumentation des Fachtages Beschäftigung, Qualifizierung und Arbeitsförderung für Abhängigkeitskranke Menschen erschienen

Hannover, den 24. Januar 2012 ♦ Am 16. Januar 2012 haben der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe, die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen und der Fachverband Drogen- und Suchthilfe in Berlin einen Fachtag zur Situation arbeitsloser Suchtkranker veranstaltet. Ziel war es, die Chancen Suchtkranker für Teilhabe am Arbeitsleben angesichts des ab 1. April 2012 in Kraft tretenden Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt zu untersuchen. Zehn Referentinnen und Referenten beleuchteten die unterschiedlichen Aspekte des Themas und zeigten viele Wege und Möglichkeiten auf, Suchtkranken Zugang zu Beschäftigung, Qualifizierung und Arbeit zu ermöglichen. Die Dokumentation des Fachtages finden Sie hier.


Aktuelle Informationen zum Sozialrecht

Hannover, den 24. Januar 2012 ♦ Auf dem Gebiet des Sozialrechts hat es zum Jahreswechsel 2011/2012 eine Reihe von Änderungen gegeben. Um das besser nachvollziehen zu können - aber auch, um sich mit dem Sozialrecht besser vertraut zu machen, hat das Mitglied des wissenschaftlichen Beirates im FDR Rüdiger Lenski einen Reader Sozialrecht entwickelt, der jetzt in aktueller Form vorliegt. Für die eigene Fort-und Weiterbildung kann der Reader hier als pdf herunter geladen werden.


FDR heißt jetzt "Fachverband Drogen- und Suchthilfe"!

Hannover, 3.112011 ♦ Mit der Eintragung ins Vereinsgeister ist es amtlich: Der »fdr« heißt jetzt "Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.". Die Mitgliederversammlung hat am 30.06. mit ¾ Mehrheit die Umbenennung beschlossen, weil es einfach Zeit dafür war. Das zu erklären bedarf eines Rückblicks: Bereits in den frühen siebziger Jahren gab es in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege einen Ausschuss „Drogen und Rauschmittel“. Am 3. Oktober 1973 wird dann auch im DPWV Gesamtverband ein Arbeitskreis „Drogen und Rauschmittel“ gegründet. Bereits am 26.11.1975 wird der BAGFW-Ausschuss „Drogen und Rauschmittel“ auf der Mitgliederversammlung in Fachausschuss „Suchtfragen“ umbenannt, am 17.2.1981 erfolgt auch die Umbenennung des paritätischen Gremiums in „Arbeitskreis Suchtfragen“. Zuvor war jedoch am 3.4.1979 der Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. als Verband der Drogenhilfe aus diesem Arbeitskreis heraus gegründet worden und wurde Mitglied im DPWV.
Diese Entscheidungen, in den Gremien von den „Drogen und Suchtmitteln“ Abschied zu nehmen waren angesichts der Entwicklung der Suchthilfe sinnvoll und nachvollziehbar. Der Fachverband trug jedoch den traditionellen Namen bis heute, obwohl er längst überholt ist und ohne dass sich aus dieser Bezeichnung auch nur ein Hinweis auf seine Aufgaben und Tätigkeiten ergäbe. Das ist nun anders und dem neuen Namen soll in den nächsten Monaten auch ein neues „Corporate Design“ folgen. Da wird man „sehen“ können was kommt.


Jahresberichte der deutschen und europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht veröffentlicht

Berlin, 25. November 2011 Die Jahresberichte  der DBDD und der EBDD sind die ausführlichsten Informationen zum allem, was mit "Drogen" zu tun hat. Während es zum Lesen des Europäischen Berichtes Geduld und Ausdauer braucht, ist der deutsche Bericht eine unvergleichliche Fundgrube für Daten und Fakten. Laden Sie sich den EBDD Jahresbericht 2011 und den DBDD-Jahresbericht 2011 auf Ihren Computer - dann haben Sie immer eine Quelle für nützliche Informationen. Im übrigen ist auch die Webseite der Deutschen Beobachtungsstelle immer einen Besuch wert: www.dbdd.de


Thüringer Lotsenprojekt des fdr ist "Projekt des Monats"

Erfurt, den 07.10.2011 Suchtkranke Menschen verlieren zeitweise die Orientierung und wissen nicht, wie sie den Weg in die Unabhängigkeit finden und ansteuern können. In dieser Situation kann es hilfreich sein, einen Lotsen oder eine Lotsin an der Seite zu haben, der oder die den Weg kennt und aus eigener Erfahrung weiß, welche Route nach draußen führen kann. Lotsen im Thüringer Projekt sind Sucht erfahrene Menschen, die andere Suchtkranke oder deren Angehörige auf dem Weg aus der Sucht für eine bestimmte Zeit begleiten und ihnen dabei helfen, ein „festes Ufer“ zu erreichen. Lotsen sind Unterstützer, keine Retter! Sie sind freiwillig und ehrenamtlich im Lotsennetzwerk tätig, arbeiten mit den beruflichen Fachkräften der Kliniken und Suchtberatungsstellen zusammen und beraten die Hilfe suchenden Patienten vor allem in der kritischen Anfangsphase unmittelbar nach einer Entgiftungsbehandlung. Gerade in dieser Phase kommen Alkohol-Rückfälle besonders oft vor und verbauen den Weg aus der Sucht durch z. B. weitere Behandlungen und Hilfemaßnahmen der Suchthilfe und der Suchtselbsthilfe. Dank der Förderung der Aktion Mensch sowie vieler anderer Unterstützer konnte die aus Brandenburg stammende Idee des Lotsennetzwerks in Thüringen umgesetzt werden. Mittlerweile sind 73 Lotsinnen und Lotsen geschult, begleiten Hilfe Suchende und schließen mit dem Netzwerk eine Lücke in der Versorgung suchtkranker Menschen und deren Angehörigen. Dieser erfolgreiche Ansatz wurde von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Mechthild Dyckmans nun zum Projekt des Monats ausgewählt. Der fdr gratuliert seinen Projektmitarbeiter/-innen und den Lotsen herzlichen dazu! Mehr dazu auf der Internetseite der Drogenbeauftragten oder der Projektwebsite.


„Räuchermischungen“, „Raumluftverbesserer“,„Pflanzendünger“, „Badesalze“ – die neuen Trenddrogen?

Nürnberg, 30.08.2011 ♦ "Nach langer Zeit ohne bedeutsame Veränderungen beim Drogenangebot tauchen seit knapp zwei Jahren vermehrt neue, synthetische Substanzen auf, die großteils nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (BtmG) fallen. Die Wirkung dieser, als „Research Chemicals“ (kurz RC) bezeichneten Substanzen ähnelt der traditioneller Drogen, weshalb sie häufig als legaler Ersatz für Cannabis, Amphetamin, Kokain oder Ecstasy vermarktet werden. Laut internationalen Drogenbeobachtungsstellen (INCB, EBDD) handelt es sich bei der zunehmenden Verfügbarkeit und Verbreitung dieser auch „Legal Highs“ genannten Rauschmittel um ein globales Phänomen, das inzwischen in Europa, Nordamerika, Südostasien und Ozeanien zu beobachten ist." So beginnt der Beitrag von Tom Jellinghaus im Jahresbericht 2011 (!) unserer Mitgliedsorganisation "mudra – Alternative Jugend- und Drogenhilfe e.V. Nürnberg", die schon immer für etwas besonderes gut war. Und er schreibt weiter: "Das Beraterteam wird immer wieder mit neuartigen Substanzen konfrontiert, die eigens entwickelt und hergestellt werden, um die bestehende Gesetzgebung zu unterlaufen. Die Nachfragen zu Wirkungen und Gefahren derartiger Rauschmittel stiegen ebenso rapide an, wie die Konsumerfahrungen unter den KlientInnen."
Mehr können Sie im mudra Jahresbericht auf Seite 29 finden oder bei uns als Textauszug . Mindzone  hat dazu auch einen Flyer gemacht.


NEU: Factsheets des fdr

Hannover, 1.Juni 2011/fdrDie Idee stammt von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen und sie ist so einfach wie bestechend: Informationen zu einem bestimmten Thema der Suchthilfe werden in einem kompakten Text zusammengefasst und können so handlich und konzentriert weiterverwendet werden. Kurz gesagt: Alle Fakten auf einem Blatt Papier - oder auf auf Englisch: factsheet. Die DHS hat ihren Mitgliedern erlaubt, die Factsheets unter eigenem Logo weiter zu verwenden oder neue zu konzipieren. Diese Idee hat der fdr gerne aufgenommen und eigene entwickelt. Die ersten u.a. zum Thema "Drogen-Schwangerschaft-Kind" sind jetzt erschienen. Sie können diese factsheets herunterladen und selber drucken oder wir drucken Sie Ihnen aus und senden Sie Ihnen gegen einen Kostenbeitrag von drei Euro zu. Informieren Sie sich auf unserer Website "fdr factsheets" oder werfen Sie einen Blick auf die Originale bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.


Jahrbuch Sucht 2011 erschienen - Suchtmittelkonsum nach wie vor auf dramatisch hohem Niveau . . . mit kleinen Ausnahmen.

Berlin, 26.April 2011/fdr Alkoholkonsum, der Konsum von Medikamenten mit Suchtpotenzial und illegale Drogen sind in Deutschland dramatisch etabliert. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V., der Zusammenschluss, der in der Suchtprävention und Suchthilfe bundesweit tätigen Verbände,stellt ihr Jahrbuch SUCHT 2011 vor. „Dies ist die eine gute Nachricht in einer dramatischen Situation: Der Tabakkonsum sinkt in Deutschland. Der Alkoholverbrauch bleibt entschieden zu hoch, zu riskant, zu folgenreich.“ Dr. Raphael Gaßmann, der Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm, stellt klar: „Man kann den Eindruck gewinnen, dass die Medien und die Politik für jedes Suchtmittel eigene Regeln schaffen, je nach Lobbypartnern und Wahlterminen – und dies von einer Konsumgesellschaft gern aufgegriffen wird. Bei Tabak ist allen Konsumenten unmissverständlich klar, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist. Aber das gilt für alle Rausch- und Nervengifte: Alkohol, psychotrope Medikamente und illegale Drogen.“
Lesen Sie mehr zur Pressekonferenz der DHS oder bestellen Sie gleich IHR Jahrbuch Sucht.


Problemanzeige der SuchtReha-Fachverbände zum System der Suchtrehabilitation

Berlin, Freiburg, Kassel, Hannover, 18. Februar 2011/fdr Gemeinsam haben der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V.(‚buss’), die Caritas Suchthilfe e.V. (CaSu), der Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe im
Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. (GVS) und der Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. eine „Problemanzeige zum System der Suchtrehabilitation“ verfasst. Im Kern geht es darum, dass knappe Finanzmittel für die medizinische Rehabilitation bei gleichzeitig erhöhtem Reha-Bedarf die Qualität der Leistungen empfindlich bedrohen und die für Integration und Teilhabe wichtige Schnittstelle zwischen Haft und Suchthilfe nicht mehr funktioniert. Grund dafür sind im Wesentlichen die Deckelung der Budgets für Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen in Verbindung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. Insbesondere für drogenabhängige Menschen in Haft verschärft sich die Situation dadurch drastisch. Lesen Sie weiter


Der fdr hat jetzt ein Büro in Berlin

Berlin, 1.Januar 2011/fdr ♦ Das Programm des 34. BundesDrogenKongresses ist online. Unter dem Motto »FIT FÜR DIE ZUKUNFT - Mitarbeiter/-innen Der fdr gibt nach 14 Jahren seine Büroräume bei der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen in Potsdam auf und zieht zur Landesstelle in Berlin. Grund für die Veränderung ist die größere Nähe zur Selbsthilfe bei der Berliner Landesstelle als auch die Nähe zu unseren zahlreichen Mitgliedsorganisationen in Berlin. An der Präsenz des fdr in Brandenburg, an den zahlreichen Kooperationen und gewachsenen Kontakten wird sich nichts verändern. Martina Arndt-Ickert ist als unsere Referentin seit Jahren sowohl bundesweit, als auch in Brandenburg und Berlin tätig. Daher wird sie weiterhin für alle Anliegen, Anfragen und Veranstaltungswünsche der Brandenburger Suchthilfe ansprechbar sein, aber auch für die berliner Kollegen/-innen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen

Unsere neue Anschrift:
fdr-Berlin - Brandenburg, Gierkezeile 39, 10585 Berlin
Tel.: 030 / 854 00 490, Email  


Nach zahlreichen Verstößen gegen die Spielverordnung 170 Geräte in Thüringer Spielhallen stillgelegt

Erfurt, 29. November 2010/fdr Bei Kontrollen von insgesamt 94 Objekten in ganz Thüringen wurden durch die kommunalen Kontrollbehörden zahlreiche Verstöße gegen die Verordnung über Spielgeräte und andere Spiele mit Gewinnmöglichkeit (Spielverordnung - SpielV) festgestellt. 170 Geräte mussten stillgelegt werden, da ihre Aufstellung gegen geltendes  Recht verstößt. Die Maßnahme wurde von der Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht beim Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. in Kooperation mit dem Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. Unna und den kommunalen Ordnungsbehörden im Freistaat Thüringen durchgeführt. Die besorgniserregenden Ergebnisse verdeutlichen den Bedarf für restriktive Regelungen im Bereich der Spielautomaten in Spielhallen und gastronomischen Einrichtungen. Lesen Sie weiter...


EuGH-Urteil zum Glücksspielmonopol

Erfurt, 8. September 2010 /fdr Seit 01.01.2008 ist in Deutschland das Glücksspielrecht neu geregelt, nachdem das Bundesverfassungsgerichtes die Länder aufgefordert hatte, den Bereich der Sportwetten neu zu regeln und die Suchtprävention stärker zu verankern, um das staatliche Wettmonopol aufrecht zu erhalten. Im Juni 2006 haben sich die Ministerpräsidenten der Länder für die Aufrechterhaltung des staatlichen Lotteriemonopols entschieden und gleichzeitig die Aufgabe einer aktiven Suchtprävention angenommen.
Mit dem Urteil vom 8. September hat der Europäische Gerichtshof das Staatsmonopol an Sportwetten und Lotterien in Deutschland als nicht mehr gerechtfertigt beurteilt. Dieses Urteil hat aus Sicht des Fachverbandes Drogen und Rauschmittel e.V. eine große Tragweite für die zukünftige Gestaltung des Glücksspielwesens und der Glücksspielprävention in Deutschland.
Lesen Sie dazu unsere Stellungnahme. Oder den Originaltext des Urteils. Wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen die aktuellen Diskussionen um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag einschätzt lesen sie hier. Mehr zum Thema Glücksspiel auf unserer Webseite FAIRSPIELT! oder beim Fachverband Glücksspielsucht.


Paritätisches Konzept zur Sicherung des Existenzminimums junger Menschen

Hannover, 15. August 2010 /fdr Die Sicherung des Existenz-minimums und die Neugestaltung des Regelsatzes insbe-sondere für Kinder stellen nach dem Bundesverfassungs-gerichtsurteil vom Februar dieses Jahres aktuell große Herausforderungen für die Sozial- und Familienpolitik dar.
Der PARITÄTISCHE hat in den letzten Monaten nach vielen Gesprächen mit Praktikern aus der Verwaltung und der sozialen Arbeit ein umfassendes
Konzept zur Sicherung des Existenzminimums von Kindern und Jugendlichen entwickelt. Mehr dazu in Kürze auf der Internetseite http://www.kinder-verdienen-mehr.de.
Auf dieser Seite sollen die Vorschläge vorgestellt und die Zahl der Unterstützer aktuell angezeigt werden.


fdr-Mitglieder wählen Vorstand

Hannover, 21. Juni 2010 /fdr Thomas Bader bleibt erster Vorsitzender des fachverbandes drogen und rauschmittels e.V. (fdr) und bestimmt für weitere drei Jahren die Geschicke des größten Fachverbandes der Suchthilfe. Bei der 37. Mitgliederversammlung des Verbandes am 21. Juni im Anthroposophischen Zentrum in Kassel wählten die Vertreter/-innen der Mitgliedsorganisationen den 63jährigen Diplom Psychologen und Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation zum zehnten Mal wieder. Bader steht damit seit 19 Jahren an der Spitze des Verbandes.
Seine Stellvertreter/-innen wurden Eva Egartner, die die Geschäfte von Condrobs e.V. in München führt und Serdar Saris, der die gleiche Aufgabe bei der STEP gGmbH in Hannover wahrnimmt.
Weitere Vorstandsmitglieder wurden Dieter Adamski von der Therapiehilfe e.V. in Hamburg, Dagmar Rünger von FrauSuchtZukunft in Berlin, Ulrike Ohnmeiß von LaGaya in Stuttgart und Reinhold Sievers vom Paritätischen in Braunschweig.
Für einen Kontakt zu den Vorstandsmitgliedern nutzen Sie bitte diesen Link.


fdr - Fachstelle GlücksSpielSucht informiert im Internet

Erfurt, den 06. Mai 2010/fdr Die Fachstelle GlücksSpielSucht beim Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. informiert nun auch online Spieler und Nichtspieler über das Glücksspiel und die damit verbundenen möglichen Suchtrisiken. Unter dem Link www.gluecksspielsucht.info finden User zahlreiche aktuelle Informationen und Hilfsangebote. Die Fachstelle ist gefördert durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit. Mehr Infos in unserer Presseinformation


BÄK legt überarbeitete Richtlinien zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger vor

Berlin, 01.03.2010/BAEK  Die Bundesärztekammer wurde bereits 2001 vom Gesetzgeber beauftragt, in eigenen Richtlinien die wissenschaftlichen Grundlagen für eine substitutionsgestützte Behandlung Opiatabhängiger festzulegen. Aufgrund des zwischenzeitlich verabschiedeten Gesetzes zur Substitution schwerst Opiatabhängiger mit Diamorphin sowie geänderter Regelungen zur Vertretung im Urlaubs- oder Krankheitsfall und zur Verschreibung von Substitutionsmitteln an Wochenenden und Feiertagen war eine Novellierung der Richtlinien nötig geworden.
Die  Richtlinien stellen nunmehr ausdrücklich fest, dass die Substitution Opiatabhängiger neben der schrittweisen Wiederherstellung der Betäubungsmittelabstinenz auch zur Behandlung einer schweren Begleiterkrankung oder zur Verringerung der Risiken während einer Schwangerschaft und nach der Geburt eingesetzt werden kann. Die Behandlungsziele sind jeweils am Einzelfall und an der gegenwärtigen Situation des Patienten auszurichten.
Zudem werden Art und Umfang der in die Behandlung einzubeziehenden psychosozialen Betreuung konkretisiert. Die zuständigen Kostenträger werden aufgefordert, deren Verfügbarkeit flächendeckend sicherzustellen. Die Richtlinien stellen außerdem klar, dass in Einzelfällen eine Behandlung vorübergehend auch ohne psychosoziale Betreuung erfolgen kann, wenn dadurch eine akute gesundheitliche Gefahr für den Patienten abgewehrt wird.
Die bislang gültigen formalisierten Fristenregelungen werden in den überarbeiteten Richtlinien durch Regelungen ersetzt, die sich am individuellen Therapieverlauf orientieren und die die Entscheidungsfreiheit des Arztes innerhalb der bestehenden betäubungsmittelrechtlichen Bestimmungen stärken. Dies gilt sowohl für die erforderlichen begleitenden Arzt-Patienten-Kontakte als auch für die Durchführung von Beigebrauchskontrollen und die Voraussetzungen für eine Take-home-Verordnung. Die Richtlinien auf der Website der Bundesärztekammer.


NEU als fdr-text: Alkohol und häusliche Gewalt

Hannover, 1. März 2010/fdr  Vom Thema „Alkohol und häusliche Gewalt“ sind Frauenschutzeinrichtungen, Einrichtungen der Suchthilfe und Täterprogramme regelmäßig betroffen, arbeiten aber in der Praxis bisher weitgehend getrennt. Um die Grenzen der Arbeitsfelder durchlässiger für Wissenstransfer, Kooperationen und Fortbildungen zu machen, haben das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg, die Beratungsstelle für Frauen und Mädchen des Autonomen Frauenzentrums Potsdam e.V. und der Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. am 15. Juni 2009 in Potsdam ein Symposium veranstaltet, dessen zentralen Aussagen wir in dieser Dokumentation veröffentlichen.
Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V., (2010), -Hrsg.-, Alkohol und häusliche Gewalt. Dokumentation des Potsdamer Symposiums, fdr-texte # 10, 48 Seiten, Eigenverlag
Das Buch können Sie hier bestellen 


Broschüre „ZU HOCH GEPOKERT?“ zur Prävention der Glücksspielsucht für pädagogische Fachkräfte

Im Rahmen des Länderkooperationskreises zur Prävention der Glücksspielsucht entstand durch die Mitarbeiter/-innen aus den Bundesländern Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen und Thüringen eine Präventionsbroschüre zur Glücksspielsucht. Sie stellt die erste Information für Schulen und Jugendarbeit zur Prävention zu diesem Thema dar.
Hintergrund des länderübergreifenden Projektes war die Tatsache, dass für die Zielgruppe Jugendliche und jungen Erwachsenen Materialien für pädagogische Fachkräfte in Schulen und Jugendeinrichtungen bisher fehlen.
Wissenschaftliche Erkenntnisse weisen daraufhin, dass insbesondere Jugendliche gefährdet sind, problematisches Glücksspielverhalten zu entwickeln. Glücksspiel ist gerade für junge 
Menschen verlockend: Die zahlreichen Angebote zum Glücksspielen z.B. im Internet oder in Spielhallen sind vielfach leicht verfügbar. Bereits 60,7 % der deutschen Jugendlichen im Alter von 16-17 Jahren haben laut einer Studie erste Glücksspielerfahrung. Die Aussicht auf das schnell und einfach verdiente Geld lässt das Adrenalin steigen. Mögliche Risiken werden vernachlässigt, das Gefühl  alles im Griff zu haben, überwiegt. Doch Glücksspielen kann süchtig  machen. Schätzungsweise 150.000 bis 350.000 Personen weisen
deutschlandweit ein problematisches Spielverhalten auf, bei vielen ist ein krankhaftes Spielverhalten erkennbar.
Die Broschüre informiert zur Prävention von Glücksspielsucht, gibt praktische Hinweise zum Handeln und kann hier heruntergeladen werden.