"Alle Kinder haben ein Recht auf Weiße Weihnacht"
Alle Kinder haben ein Recht auf Weiße Weihnacht". Unter diesem Motto startet die Kampagne "Weiße Weihnacht" des Bundes für drogenfreie Erziehung (BdE) und Juvente auf der DHS-Fachkonferenz vom 10. bis 12. November 2008 in Bielefeld. Wer sich über diese Kampagne näher informieren und die Maßnahme unterstützen möchte, kann dies über folgende Link tun: http://www.weisse-weihnacht.info
Fetales Alkoholsyndrom (FAS)
Fetales Alkoholsyndrom (FAS) – ein Begriff aus der Medizin, den kaum jemand kennt. Umso wichtiger ist der 9. September. FASworld Deutschland und die DHS unterstützen die Idee des internationalen FAS-Tages immer am 9. September.
Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist die häufigste vermeidbare Ursache geistiger und körperlicher Fehlentwicklungen des ungeborenen Kindes, bis hin zur dauerhaften Behinderung des Kindes. Tausende von Kindern werden jedes Jahr mit mehr oder weniger ausgeprägten Formen der Fetalen Alkohol-Spektrum-Störungen (FASD) geboren.
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen setzt sich ein für einen Alkoholkonsumverzicht schwangerer Frauen und Frauen, die ein Kind bekommen wollen. Hierbei ist es für jede Frau hilfreich, wenn ihr Partner sie unterstützt und diesen Verzicht ebenfalls praktiziert.
Zur umfassenden Information hat die DHS ein neues Factsheet eingestellt: www.dhs.de.
Christa Merfert-Diete
Warnung vor "Suchtmagazin"
Das Landratsamt Ostalbkreis macht in der Süd-West-Presse darauf aufmerksam, dass zurzeit wieder Vertreiber eines "Suchtmagazins" aktiv sind. Gleichzeitig distanziert sich die Behörde von diesem Verlag. Der fdr hat ebenfalls seit Jahren Dutzende von Rückfragen zu diesem Magazin, das nichts weiter als ein Anzeigenblatt ist und auf keinen Fall mit dem hervorragenden schweizer SUCHTMAGAZIN verwechselt werden darf.
Ostalbkreis Bereits vor einigen Jahren hat ein ominöser Verlag ein so genanntes "Sucht Journal" herausgegeben. Diese Hefte wurden als "regionale Aufklärungsmagazine gegen Suchtgefahren" örtlich verteilt. Der Inhalt war banal und bestand in der Regel aus einer Zusammenfassung von Drogeninfos, wie sie jeder Aufklärungsschrift zu entnehmen sind und reißerisch aufgemachten Drogenabschreckungsgeschichten. Zudem bestand jede zweite Seite aus Werbeinseraten örtlicher Firmen, die durch ihr Inserat das Heft und die dahinter stehende Firma finanzierten. Bereits damals sollten Drogenberatungsstellen durch ihre Adressenangabe dem Heft eine gewisse Seriosität verleihen. Die Staatsanwalt hat seinerzeit in dem Fall ermittelt.
Nun hat ein neuer Verlag eine ähnliche Geschäftsidee übers Internet ausgeweitet und versucht, mit einer solchen Strategie Geld zu verdienen. Gleichzeitig wird eine Verbindung zum gleichnamigen Schweizer Fachheft "Suchtmagazin" hergestellt. Die Redaktion der Internetseite versucht sich dabei ein seriöses Image zu verschaffen. Angekündigt wird auch die Herausgabe eines "Suchtmagazin", was durch entsprechende Spendengelder aus der Wirtschaft ermöglicht werden soll.
Derzeit werden auch im Ostalbkreis wieder Firmen angesprochen, die Geld für dieses "Suchtmagazin" spenden sollen. Das Landratsamt in Aalen weist darauf hin, dass es mit diesem Verlag in keiner Weise zusammenarbeitet. Vielmehr gebe es die versprochenen Informationen "in wesentlich höherer Qualität von den zuständigen Institutionen wie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen kostenlos", heißt es dazu in einer Presseerklärung.
Informationen zu diesem Thema gibt es vom Suchtbeauftragten des Landkreises, Berthold Weiß, unter Telefon 07361/503 293.
Hamburgisches OVG entscheidet zur Psychosozialen Betreuung Substituierter
Psychosoziale Betreuung könnte Leistung der Sozialhilfe sein!
In einem seit fünf Jahren laufenden Rechtsstreit zwischen der Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz und einem örtlichen Suchthilfeträger hat es am 11. April 2008 ein interessantes Urteil gegeben. Das Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass die Behörde verpflichtet ist, mit dem Suchthilfeträger eine Leistungs- bzw. Entgeltvereinbarung abzuschließen.
In der Begründung verwirft das Gericht die Argumente der Behörde als unbegründet. Insbesondere führte die Behörde aus, dass sie die Hilfen für Substituierte rechtlich anders einordnete und hierfür besondere Förderrichtlinien erarbeitete. Das ändert nach Meinung des Gerichts jedoch nichts daran, dass es sich um Eingliederungshilfe handelt, auf die die Hilfesuchenden einen Anspruch haben.
Auch wenn die Behörde offenbar vorgetragen hat, dass es sich sowohl um therapeutische als auch um sozialarbeiterische Leistungen - und nicht um Eingliederungshilfe - handele, liegen diese Ausführungen neben der Sache.
Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass der Träger einen Anspruch auf Abschluss einer Entgeltvereinbarung hat. Das gilt selbst dann, wenn der Kostenträger die Hilfe anders zuordnet und auch aufgrund einer Organisationsuntersuchung die Förderung auf "Zuwendungen", d. h. Projektförderung, umstellte. Das bleibt der Behörde unbenommen. Es berührt nicht das Recht des Einrichtungsträgers, eine Entgeltvereinbarung zu verlangen.
Das OVG stellt damit fest, dass "selbst gestrickten Strukturen" der Behörde nicht einzigartig und für alle Einrichtungsträger verbindlich sind und den Anspruch auf eine Entgeltvereinbarung folglich auch nicht verdrängen können. Sollte die Behörde nicht zu konkreten Verhandlungen bereit sein, muss der Träger nach der gewonnenen Feststellungsklage die Schiedsstelle anrufen.
Mehr Informationen:
Das Urteil: OVG Hamburg
Der Link zum Träger
Dr. phil. Karl Wassenberg gestorben

Foto: Hochschule Magdeburg
Am 29. Juni ist unser langjähriger Kollege und Freund Karl Wassenberg im Alter von 57 Jahren gestorben. Viele kennen ihn als Organisator des "Symposions Drogenforschung" beim BundesDrogenKongress, aber Karl Wassenberg war bereits 1991 der erste Fortbildungsreferent des fdr. Seit 1993 bot er das "Symposion Drogenforschung" an, das (durchaus auch älteren) Nachwuchswissenschaftlern ein Forum zur Präsentation ihrer Arbeiten bot. Es war ein Angebot, das es in Deutschland kein zweites Mal gab und wurde von vielen Kolleginnen und Kollegen als spannende Auseinandersetzung mit Neuem geschätzt.
Beruflich war er an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal tätig, wo man in den 90er Jahren noch experimentieren durfte. Dort entwickelte er Projekte in der Gesundheitsforschung und konnte mit der Bibliothek von Klaus Dede das "Deutsche Archiv für Temperenz-. und Abstinenzliteratur" (DATA) gründen und es für Forscher öffnen. Schließlich gelang es sogar, das Archiv des Internationalen Rat für Alkohol und Süchte (ICAA) nach Magdeburg zu holen, das am 23.Mai offiziell übergeben wurde. Sein Anliegen war die Förderung der Forschung und er kümmerte sich mit unvergleichbarem Einsatz um die Chancen junger Menschen.
Wir haben einen liebenswerten, aufrichtigen Menschen verloren. Er wird uns fehlen.
Jahrbuch Sucht erschienen
Zum Jahreswechsel 2007/2008 erscheint das von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) herausgegebene Jahrbuch Sucht mit den wichtigsten Daten, Fakten, Trends und Anschriften aus dem Suchtbereich.
Suchtstoffe, Suchtformen und ihre Auswirkungen
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Alkohol - Zahlen und Fakten zum Konsum
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Tabak - Zahlen und Fakten zum Konsum
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Psychotrope und andere Arzneimittel mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial
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Cannabis - Zahlen und Fakten zum Konsum
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Rauschgiftlage 2006
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Glücksspiel - Zahlen und Fakten
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Suchtmittel im Straßenverkehr - Zahlen und Fakten
Konsumtrends und Konsumverhalten
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Die WHO-Studie "Gesundheitsverhalten von SchülerInnen" - Daten und Trends
Suchtkrankenhilfe in Deutschland
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Versorgung abhängigkeitskranker Menschen in Deutschland
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Jahresstatistik der professionellen Suchtkrankenhilfe
Aktuelle Themen
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Grenzwerte für den Konsum alkoholischer Getränke
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Der Suchtbegriff - Versuch einer Annäherung
Das Kapitel "Versorgung abhängigkeitskranker Menschen in Deutschland" wurde von fdr-Geschäftsführer Jost Leune verfasst. Das Jahrbuch bestellen Sie einfach beim der Neuland Verlagsgesellschaft.