Über neue Mitglieder freuen wir uns!

Den Fachverband Drogen- und Suchthilfe e. V. gibt es seit 1979. Er hat sich folgende Aufgaben zum Ziel gesetzt:

  • Er organisiert den Erfahrungsaustausch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Betroffenen der Suchthilfe untereinander durch Kongresse, Publikationen, Seminare und Fachausschüsse.
  • Er führt durch Praktikerinnen und Praktiker Weiterbildungen für die Suchthilfe durch und trägt dazu bei, die Arbeit mit vor Ort ständig zu verbessern.
  • Er beobachtet und sammelt die Probleme von Einrichtungen und führt stellvertretend auf der Ebene der Dachverbände, aber auch direkt auf politischer Ebene, Verhandlungen und Gespräche, um die Interessen der Suchthilfe deutlich zu machen.

Derzeit sind 72 Träger mit über 350 Einrichtungen der Suchthilfe Mitglied im fdr. Der Verband wiederum ist Mitglied im Paritätischen (DPWV), im Paritätischen Bildungswerk und in der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). In dieser Fachorganisation der Suchthilfe in Deutschland hat der fdr einen Vorstandssitz inne und arbeitet in den wichtigsten Ausschüssen mit. Der fdr vertritt seine Mitglieder bei der Deutschen Rentenversicherung und bei anderen bundesweiten Organisationen. Er ist maßgeblich an der Arbeit der "Stiftung Integrationshilfe für ehemals Suchtkranke - Marianne-von-Weizsäcker-Fonds" beteiligt.

Wer kann Mitglied werden?

Einrichtungsträger:

Erfahrungsaustausch, berufliche Qualifizierung und Interessenvertretung können um so besser durchgesetzt werden, je mehr Mitglieder der fdr hat und je stärker sich diese Mitglieder engagieren. Jede in der Suchthilfe tätige und als gemeinnützig anerkannte Einrichtung, d. h. Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, Therapieeinrichtungen, Elternkreise und andere haben die Möglichkeit, Mitglied im fdr zu werden. Das gilt auch für kommunale Einrichtungen oder vergleichbare Träger. Für Interessenten, die nicht den oben genannten Kriterien entsprechen, gibt es die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft. Eine Mitgliedschaft im fdr ist nicht an die Zugehörigkeit zu bestimmten Wohlfahrtsverbänden gebunden. Wir vertreten aber mit unserem Spitzenverband die paritätischen Prinzipien sozialer Arbeit.

Einzelpersonen:
Für Einzelpersonen besteht die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft, mit der alle Leistungen des fdr in Anspruch genommen werden können - mit Ausnahme des Stimmrechts in der Mitgliederversammlung.

(K)eine Geldfrage!

Die Mitgliedschaft im fdr kostet natürlich auch Geld. Nach einem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 14. Juni 2007 zahlen Mitgliedseinrichtungen pro beschäftigter Fachkraft im Jahr einen Beitrag von ca. 65,00 €. Hinzu kommt ein Sockelbetrag für kleinere Einrichtungen. Der Mindestbeitrag ist 400,00 €, der Maximalbeitrag 3.750,00 €. Fördermitglieder zahlen einen selbst festgelegten Jahresbeitrag, mindestens jedoch 60,-- € und Selbsthilfeträger ohne professionelle Fachkräfte 75,00 € im Jahr. Bei Aufnahme in den fdr teilen wir den zu zahlenden Beitrag selbstverständlich mit.

Der Antrag: Formlos!

Ein Antrag auf Mitgliedschaft kann formlos gestellt werden. Dem Antrag sollten bei Einrichtungsträgern beiliegen

  • die Satzung des Antragstellers,
  • der letzte Bescheid des Finanzamtes über die Anerkennung der Gemeinnützigkeit,
  • ein Vereinsregisterauszug,
  • Angaben über Name, Beruf, Funktion der Vorstandsmitglieder,
  • Tätigkeitsbericht (letzter Jahresbericht),
  • Konzeption der Einrichtung(en),
  • Angabe über die Art der Finanzierung.

Einzelpersonen können die Fördermitgliedschaft ebenfalls formlos beantragen.

Über Aufnahmeanträge entscheidet der Vorstand, der etwa drei Mal im Jahr tagt. Die Entscheidung des Vorstandes wird der jährlich tagenden Mitgliederversammlung zur Bestätigung vorgelegt. Wir freuen uns, wenn Sie dazu beitragen, dass diese Vertretung der Suchthilfe noch besser, ihre öffentliche Repräsentanz gewichtiger, der Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V. noch stärker wird.

Und außerdem!

Es ist in der Öffentlichkeit, bei Leistungsträgern, Verwaltungen und in der Politik kaum bekannt, welches Spektrum von Leistungen die Suchthilfe abdeckt und wie umfangreich ihre Ansätze sind. Innovation, Vernetzung über Arbeitsfelder hinweg, Teamarbeit und regionale Orientierung sind Merkmale eines sehr modernen Dienstleistungssektors. In der aktuellen Diskussion um Erfolge, Evidenzbasierung, Leitlinien und Qualitätsmanagement kommt daher einem Fachverband, der sowohl in der Suchthilfe wie in der Drogenarbeit qualifizierte Antworten geben kann, ein besonderer Stellenwert zu.

Im Umfeld ambulanter und stationärer Suchthilfe gibt es immer wieder drängende Probleme, die die Arbeitskraft besonders der kleinen Einrichtungen binden. Manche Anforderungen, Aufgaben und Probleme sind durch einzelne Einrichtungen, denen die Existenzsicherung wesentliche Aufgabe sein muss, nicht zu lösen. Vielfach können aber auch Wohlfahrtsverbände und Trägerorganisationen, die weit über die Suchthilfe hinausgehende Aufgabenfelder haben, die speziellen Fragen der Suchthilfe-Einrichtungen nicht beantworten. Die Interessenvertretung der Sucht- und Drogenhilfe, ihre Darstellung in der Öffentlichkeit, ihr Gewicht in fachlichen Diskussionen kann nur durch einen starken Fachverband sicher gestellt werden. Da es zu den Arbeitsprinzipien des Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. gehört, nicht die Droge, sondern den Menschen in den Mittelpunkt seiner Bemühungen zu stellen, gehören zur Drogenarbeit natürlich auch Fragen der Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit und der nicht stoffgebundenen Süchte.