Flucht – alles zurücklassen müssen, vor Gewalt fliehen, ins Unbekannte gehen. Frauen fliehen, oft mit ihrer Familie, seltener alleine. Sie fliehen aufgrund eigener politischer Verfolgung, vor Folter oder Krieg, auch vor einer systematischen Gewalt gegen Frauen. Der Griff zum Suchtmittel oder Medikamenten dient als Selbstmedikation, um das Unerträgliche erträglicher zu machen, um zu vergessen, um die Unsicherheit und Traumatisierung aushalten zu können. Fachkräfte in der Beratung, Versorgung und Betreuung von geflüchteten Frauen in Unterkünften, im Frauenschutz und in der Suchthilfe sind konfrontiert mit verschiedenen kulturellen Hintergründen, mit Traumafolgestörungen, mit Sprachbarrieren und rechtlichen Problemen.

Die Fachtagung, die mit Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg gefördert wurde und in Kooperation mit dem Netzwerk der brandenburgischen Frauenhäuser e.V. stattfand, hatte das Ziel, für die Situation geflüchteter Frauen, ihre Bedürfnisse und Belastungen zu sensibilisieren, die Zusammenhänge von posttraumatischen Belastungsstörungen durch Krieg und Flucht, Suchtmittelkonsum, Sprachbarrieren und kulturellen Besonderheiten zu verdeutlichen und Anregungen und Hilfen für die praktische Arbeit in Beratung, Betreuung und Behandlung zu geben. Und nicht zuletzt arbeitsfeldübergreifend Erfahrungsaustausch und Kooperationen zu initiieren.  Mehr dazu lesen Sie in der Tagungsdokumentation Fachtagung »Frauen, Flucht und Sucht«.