Thema: Finanzierung

Die Aktivitäten der Suchtselbsthilfe können auf verschiedene Weise unterstützt und gefördert werden. Eine ideelle Förderung ist durch Wertschätzung und Anerkennung von Selbsthilfegruppen und deren Arbeit bzw. Selbsthilfeaktivitäten möglich. Durch Dienst- und Sachleistungen wie z. B. die Bereitstellung von Räumen, das Drucken von Materialien zur Darstellung der Selbsthilfetätigkeit und Öffentlichkeitsarbeit wird Selbsthilfe im materiellen Bereich unterstützt. Und schließlich kann Selbsthilfe finanziell gefördert werden. Die Krankenkassen und Rentenversicherungsträger (Bund und regional) stellen nach festgelegten Richtlinien finanzielle Mittel zur Förderung von Selbsthilfe zur Verfügung.

Seit dem 01. Juli 2008 ist die Förderung der Selbsthilfe (Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen, Selbsthilfekontaktstellen) durch die Krankenkassen und die Verbände neu geregelt. Nach § 20c SGB V gibt es nun eine kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung. Die kassenindividuelle Förderung bleibt weiterhin bestehen.

Der GKV-Spitzenverband (Spitzenverband Bund der Krankenkassen) hat mit der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen unter Beteiligung der Vertretungen der Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe, Der Paritätische – Gesamtverband e.V., Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V., Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.) gemeinsame und einheitliche Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe durch die Krankenkassen und ihre Verbände entwickelt. Den Leitfaden können Sie mit Hilfe dieser Link herunterladen. Weitere Informationen zur Förderung von Suchtselbsthilfe-Gruppen erhalten Sie hier.

Neben der Förderung der Selbsthilfe über das Sozialgesetzbuch – SGB V stellt die Deutsche Rentenversicherung Bund nach § 31 Abs.1 Nr.5 Sozialgesetzbuch – SGB VI Fördermittel zur Verfügung.