41. fdr+sucht+kongress

„Hey Alex, ich habe ein Suchtproblem! Digitaler Aufbruch in der Suchthilfe“

Vom 20. Mai 2019 bis 21. Mai 2019 fand im Lindner Congress Hotel in Frankfurt am Main der 41. fdr+sucht+kongress statt.

Alle Vorträge und Beiträge, die zur Verfügung gestellt wurden, sind unter https://fdr-online.info/project/41-fdr-suchtkongress/ veröffentlicht.

Das Programm zum Nachlesen als Download.

 

Tagesworkshop „Sucht & geistige Behinderung“ am 07.08.2019 in Berlin

Eine Kooperationsveranstaltung des AWO Bundesverbandes mit dem Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V. und dem AWO Bezirksverband Potsdam e.V..

Termin: 07. August 2019, 11.00 – 16.30 Uhr

Tagungsort: AWO Bundesverband e.V., Blücherstraße  62 – 63, 10961 Berlin

Der Missbrauch von Suchtmitteln spielt bei Menschen mit geistiger Beeinträchtigung eine immer größere Rolle. Durch die Öffnung des Lebensalltags und die durch das Bundesteilhabegesetz geförderte Ambulantisierung der Hilfen, bieten sich geistig beeinträchtigten Menschen viele neue Perspektiven der Lebensgestaltung. Dazu gehört allerdings auch der vereinfachte Zugang zu Suchtmitteln, mit dem Risiko einer Suchtmittelabhängigkeit.

Ehren- und hauptamtliche Fachkräfte sowohl in der Behindertenhilfe als auch im Arbeitsfeld Sucht stehen daher vor Herausforderungen und benötigen Haltungen, umsetzbare Konzepte und Arbeitshilfen für einen qualifizierteren Umgang. Neben Vorträgen zu aktuellen Projekten und fachlichen Expertisen werden die Herausforderungen in der Arbeit an der Schnittstelle beleuchtet, das grundsätzliche Recht auf Sucht des Einzelnen thematisiert sowie die Chancen und Grenzen der Selbsthilfe diskutiert.

Ziele des Tagesworkshops

  • Förderung von Netzwerken, welche die Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung und Suchtproblematik in der Gesellschaft stärken.
  • Gegenseitiger Wissenstransfer
  • Sensibilisierung für das Thema an der Schnittstelle zwischen den Arbeitsfeldern
  • Anstoß regionaler Kooperationen und Projekte mit dem langfristigen Ziel, auch Sucht-Selbsthilfegruppen als Angebot zu verankern

Die Teilnahmegebühr für den Tagesworkshop beträgt 20 Euro (inklusive Tagungsunterlagen und Verpflegung). Nähere Informationen und die Anmeldung finden Sie unter dem Link: https://bit.ly/2K9bWhM

Um Anmeldung wird bis zum 17. Juli 2019 gebeten. Hier finden Sie das vollständige Programm.

fdr+Fachtagung „YOUNG-FREE-DIFFERENT. Neue Chancen für die junge Suchtselbsthilfe“

Wie muss Suchtselbsthilfe sein, damit sie auch für junge Menschen attraktiv ist und von den nächsten Generationen genutzt wird?
Am 27. Oktober 2018 veranstaltete der Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V. in Kooperation mit dem Deutscher Caritasverband e.V. und dem AWO Bezirksverband Potsdam e.V. die Fachtagung „YOUNG-FREE-DIFFERENT, Neue Chancen für die junge Suchtselbsthilfe“ in Berlin. Gefördert wurde die Veranstaltung von der Suchthilfestiftung e.V.
Am Vormittag wurde in einem Vortrag von Miriam Walther/Nakos Berlin die Frage gestellt „Was brauchen junge kranke Menschen?“ Sie brachte dazu ihre Erfahrungen aus Selbsthilfe auch jenseits des Suchtthemas ein. (Download: Walther_27.10.18)

In einem weiteren Vortrag stellte Anja Breuer/Stadtrand e.V. Berlin die Ergebnisse einer Onlinebefragung „Junge Selbsthilfe“ vor, aus denen sich viele Aspekte auf die Sucht-Selbsthilfe übertragen lassen. (Download: Breuer_FT Junge Selbsthilfe 27.10.18)

Es folgten sechs Kurzvorträge von Sucht-Selbsthilfegruppen und – projekten, die mit ihren Konzepten und Angeboten junge Leute erreichen. Der Nachmittag der Tagung stand im Zeichen „Markt der Möglichkeiten“, bei dem elf Sucht-Selbsthilfegruppen und –projekte im Sinne von „best practise“ Auskunft darüber gaben, wie sie junge Leute erreichen und was das Besondere ihrer Angebote ist. Moderiert wurde der Markt als Speed-Dating, bei dem alle Teilnehmer*innen mit ihrer Kleingruppe jeden Stand zeitlich befristet besuchten. Am Ende der Veranstaltung gab es ein kurzes Fazit im Plenum.

Die Ergebnisse der Fachtagung, an der 90 Vertret*innen der Suchtprävention, -hilfe und -selbsthilfe teilnahmen, lassen sich wiefolgt zusammenfassen:

  • Junge Menschen profitieren von der Selbsthilfe, nur zum Teil in anderer Form.
  • Sie wünschen sich den Dialog zwischen den Generationen in der Selbsthilfe und die Bereitschaft, voneinander zu lernen.
  • Gleichzeitig brauchen sie eigene Freiräume mit „coolen“ Namen und Flyern für ihre Gruppen, mit flexiblem Setting, gemeinsamen Aktivitäten und eigenen Themen oder auch Gruppen auf Zeit. Themenübergreifende oder auch altersspezifische Gruppen sind hilfreich.
  • Sie wünschen sich ein anderes Image für die Selbsthilfe: „Mehr als ein Stuhlkreis“ und keine Angst vor Stigmatisierung.
  • Aber auch altersgemischte Gruppen funktionieren, wenn die Haltung stimmt und Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Lebensmustern und –erfahrungen, anderen Konsumstoffen und –mustern bestehen und wenn Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet.
  • Junge Menschen wollen mitreden in der Sucht-Selbsthilfe in Verbänden, Vereinen und Ausschüssen. Dazu müssen sie ernst genommen werden mit ihren Bedürfnissen und Anliegen, die manchmal anders sind als die der traditionellen Sucht-Selbsthilfe.

fdr+ stellt Forderungen für eine wirksame Suchthilfe

„Suchtprävention, Suchthilfe und SuchtSelbstHilfe – Das muss sein, damit sie wirken“ heißt die neue Broschüre, die der Vorstand des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. im 40. Jahr seines Bestehens jetzt veröffentlicht hat. Sie enthält 27 Forderungen, die Suchtprävention, Suchthilfe und SuchtSelbstHilfe wirksamer machen können. Weil sich in diesen 40 Jahren viel zu wenig zum Besseren geändert hat, hat der wissenschaftliche Beirat des fdr+ die Erfahrungen aus vier Jahrzehnten formuliert und aufbereitet, um sie weitergeben zu können. Erfahrungen, die anderen Orientierung und Unterstützung sein sollen. Damit werden die Anforderungen an gute fachliche Praxis, politisches Gestalten und Verwaltungshandeln bei den Leistungs- und Kostenträgern neu formuliert und gleichzeitig Perspektiven für die Träger von Einrichtungen aufgezeigt sowie den Fachkräften eine Orientierung gegeben. Nicht alle regionalen Besonderheiten können dabei berücksichtigt werden, die Forderungen sind deshalb allgemein und werden bei Bedarf im lokalen Kontext präzisiert. Alle Forderungen können jedoch — guten Willen bei Politik und Verwaltung vorausgesetzt — in die Praxis umgesetzt werden und dürfen auch gern diskutiert werden.  Die Broschüre kann im fdr+Buchladen bestellt oder unter dem nachstehenden Link fdr+Forderungen heruntergeladen werden.

fdr+DHS+Fachkongress „SUCHT: bio-psycho-SOZIAL

„Wir können auch anders: gemeinsam!“ so lautete nicht nur der Titel eines Fachtages des fdr+ im April dieses Jahres, sondern so gestaltete sich auch unser diesjähriger fdr+sucht+kongress, den wir zusammen mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) vom 08.10.-10.10.2018 in Berlin-Adlershof veranstalteten. Ausgewählte Referentinnen und Referenten informierten die 360 Teilnehmenden in interessanten und eindrucksvollen Vorträgen – aus unterschiedlichen Perspektiven – über die Umsetzung des integrierten bio-psycho-sozialen Ansatzes in der Begleitung, Beratung und Behandlung suchtgefährdeter und süchtiger Menschen. In zahlreichen Foren, Symposien und im „Kongress vor Ort“ wurde themenspezifisch informiert, analysiert und umfänglich diskutiert, um die zukünftige Strategie der Suchthilfe, Suchtprävention und Suchtselbsthilfe weiterzuentwickeln.

Die uns vorliegenden Beiträge zum Kongress sind ab sofort auf der Homepage der DHS als Downloads zur Verfügung gestellt: http://www.dhs.de/dhs-veranstaltungen/rueckschau/fachkonferenz.html

Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Eine einheitliche Veröffentlichungspflicht für gemeinnützige Organisationen gibt es in Deutschland nicht. Wer für das Gemeinwohl tätig wird, sollte der Gemeinschaft dennoch sagen, welche Ziele die Organisation genau anstrebt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer die Entscheidungsträger sind. Der Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V. hat diese freiwillige Selbstverpflichtung unterschrieben und veröffentlicht alle relevanten Informationen im Internet. Lesen Sie unsere Selbstverpflichtung Transparenz

Wir schützen Ihre Daten!

Vielen Dank für Ihr Interesse am Internetauftritt des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. Wir schützen Ihre Daten und wahren Ihre Privatsphäre.
Informieren Sie sich über die Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten beim Fachverband Drogen- und Suchthilfe und lesen Sie Datenschutzerklärung zu unserer Internetseite.

 

Aktuelle Beiträge

DHS-Forderungen zur Suchtberatung

Die Finanzierung der Suchtberatungsstellen stagniert seit Jahren und wird bundesweit unterschiedlich, nach Haushalts- und politischer Lage bzw. Willen, gehandhabt. Deshalb ist es dringend notwendig, auf die Bedeutung einer im Sozialraum verorteten...

mehr lesen

Leitfaden Sozialrecht 2019 erschienen

Für das Arbeitsfeld Suchthilfe ist die Kenntnis des Sozialrechtes von besonderer Bedeutung. Seit mehreren Jahren passt Rüdiger Lenski, Mitglied im Beirat des fdr+, seinen „Leitfaden Sozialrecht“ an die veränderten Verhältnisse in den sozialen...

mehr lesen

Hier gehts zur Übersicht aller Beiträge